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Eine kurze Geschichte von 240Stunden

22.09.2020 15:44 Uhr

Text: Markus Weber von 240Stunden

Hinter den meisten guten Ideen, sagt mensch, stehe eine Frau. Das mag Positivsexismus sein, ist aber in diesem Fall zutreffend.

2018 nahm meine Frau, ihrerseits Impro-Spielerin und mit Mission Improssible regelmäßig auf der Brotfabrik Bühne, am Leverkusener Kurzfilm-Festival 2880 – Grand Prix du Film teil. Zwei Tage (2.880 Minuten) hatten sie und ihr Team, einen Film zu einem vorgegebenen Thema zu realisieren. Einige Flaschen Wein und einen großartig konfusen Kurzfilm später war uns beiden klar, dass diese Idee für die Live-Bühne adaptiert werden müsse. Seit Jahren als Regie bei Theater Rampös, erschien mir gerade die Vorstellung reizvoll, das Unperfekte, das nicht bis ins Detail Geprobte auf die Bühne zu bringen und Spieler*innen und Publikum dem Charme des Scheiterns unter Zeitdruck auszusetzen. Die Grundidee für das 240Stunden Festival war geboren.

Bis zur Eröffnung im Oktober 2019 war es freilich noch ein langer Weg. Ein Weg, den v.a. Menschen ebneten, die sich mit Glaube und Herzblut für das neue Format eingesetzt haben und denen hier herzlich gedankt werden soll: Jürgen Becker, der sich von Anfang an begeistert von der Idee zeigte. Muna Zubedi, die das Festival als Jurorin begleitet und wo immer nötig tatkräftig unterstützt hat. Markus Becker und Flo Hoffmann, die Technikzauberer der Brotfabrik Bühne, die das Kunststück fertig brachten, an nur einem Abend Licht, Sound und Bühne für elf Auftritte einzurichten. Und natürlich die unfassbar kreativen Performer*innen, die sich der Herausforderung gestellt haben, in nur zehn Tagen eine Inszenierung auf die Beine zu stellen, die nicht nur einen vorgegebenen Titel umsetzt, sondern auch eine erschwerende Zusatzaufgabe erfüllt.

Zurück blickend auf das vergangene Jahr, blieb mir als Organisator – neben wunderbaren Begegnungen – vor allem eines in Erinnerung: die große Freude aller Spieler*innen an der Kreativität und Spielfreude der anderen Teams und der gelungene künstlerische Austausch während und nach dem Festival. Viele der Teilnehmer*innen des letzten Jahres sind ganzjährig in der freien Theaterszene Bonns und der Umgebung aktiv und regelmäßig auf der Brotfabrik Bühne zu sehen. Und nicht wenige haben das Festival genutzt, Kontakt zu anderen Companies zu knüpfen und neue gemeinsame Projekte anzustoßen. Und scheinbar ganz nebenbei, haben sie das Publikum auf der Bühne begeistert. Für mich als Veranstalter kann es kaum etwas Schöneres geben.

 

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